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7 Tipps wie Cannabis vom Arzt verschrieben wird

Cannabis vom Arzt. Das sollte im Jahr 2018 doch ganz einfach sein, oder? 2017 hat der Bundestag einen kleinen Schritt Richtung Cannabislegalisierung gemacht. Leider ist die Legalisierung von Cannabis für medizinische Anwendungen noch stark begrenzt. Dennoch, seit dem 10. März darf jeder Arzt in Deutschland Patienten medizinisches Gras auf Kosten der Krankenkassen verschreiben. In welchem Krankheitsfall eine Cannabis-Behandlung sinnvoll ist, entscheidet allein der Arzt. Zuvor war das sehr viel komplizierter. Diese Entwicklung ist in jedem Fall ein fortschritt, da nun langwierige Ausnahme- und Verordnungsprozess nicht notwendig sind damit der Arzt Cannabis verschreiben kann.

Die Welt am Sonntag hatte berichtet, dass bis zu 800.000 Menschen von der neuen Regelung profitieren können. Das wäre eine große Ausweitung. Im Januar berichtete die Welt Online, bei den großen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland in den vergangenen zehn Monaten mehr als 13.000 Anträge auf Kostenübernahme für Cannabis auf Rezept eingegangen sind. Das sind wesentlich mehr Anträge als Politik, Versicherungen und das Gesundheitsministerium erwartet hatten.

Wir haben hier 8 Tipps zusammengetragen die wir aus der Cannabis Community und verschiedenen Dokumentationen gefunden haben. Leider muss aber jeder Fall einzeln betrachtet werden, weshalb ihr euch in jedem Fall von einem Arzt beraten lassen solltet. Außerdem muss man bedenken, dass oft nur schwerwiegende Krankheiten für die Verschreibung von Cannabis genehmigt werden.

1. Tip 1 Cannabis vom Arzt: Gibt es medizinische Verschreibungen aus der Kindheit?

Am besten sehr hartnäckig sein. Ist oft ein sehr steiniger weg, aber lohnt sich am ende dann umso mehr! Ein Rezept zu bekommen ist auf jeden fall leichter, wenn man bereits seit mehreren Jahren verschreibungspflichtige Medikamente gegen seine Krankheit einnimmt. Adhs ist hier ein sehr gutes Beispiel…wenn man die Diagnose in Kindheitstagen durch einen Arzt gestellt bekommen hat und mit Ritalin vollgepumpt wurde…dann kriegt man das Rezept für medizinisches Cannabis wesentlich leichter. Wichtig hierbei ist auch die richtige Wahl des Arztes. Weiterhin drück ich die Daumen

2. Tip 2 Cannabis vom Arzt: Eine Krankenkasse wählen die bereits viele Patienten hat die Cannabis verwenden

Es gibt durchaus Unterschiede wie Krankenversicherungen Anträge verarbeiten. Nun sollte man davon ausgehen, dass alle Krankenkassen die gleichen Standards haben, aber es kann dennoch helfen einmal zu sehen welche Versicherungen mit welcher Quote Anträge bestätigen.

Die AOK hatte 7,600 Anträge erhalten und davon wurden 64 Prozent genehmigt. Bei der Barmer gingen bis Ende 2017 rund 3200 Anträge ein, davon wurden knapp 62 Prozent anerkannt. Die TK erhielt bis Ende November rund 2200 Anträge auf Kostenerstattung, dort lag die Genehmigungsquote bei 64 Prozent. Damit haben die drei großen Versicherungen zwar ähnliche Annahmequote, aber dennoch sollte man erwarten das die AOK insgesamt mehr Erfahrung mit solchen Anträgen inzwischen gesammelt hat.

3. Tip 3 Cannabis vom Arzt: Cannabis als Rezept auch bei Migräne?

Migräne, oder starke Kopfschmerz, darunter leiden wirklich viele Menschen. Laut Wikipedia fast 10% der Bevölkerung in Deutschland.

Migräne Schmerzen lassen sich oft nicht mit gängigen Medikamenten wirklich eindämmen.

Solltet ihr also Migräne haben, empfiehlt es sich den Arzt auch gezielt darauf ansprechen, es doch mal mit Cannabis zu versuchen. Lasst euch aber nicht nur ein CBD Cannabis Produkt versprechen, da ihr dann kein THC im Cannabis habt.

Aber auch bei anderen Schmerzerkrankungen, und sei es nur das man kaputte Gelenke hat und diese wirklich Schmerzen, ist es sicherlich nicht schlecht, mit dem Arzt darüber zu reden, ob Cannabis in diesem Fall die Schmerzen nicht lindern kann. Allerdings sei ihr angemerkt das die Schmerzen chronisch seien sollten, d.h. eine Sportverletzung würde wahrscheinlich nicht zu einem Cannabis Rezept führen.

4. Tip 4 Cannabis vom Arzt: Medikamente Namen anstatt Cannabis und Vorbereitung vor dem Arztbesuch

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Apothekerkammern Bundesapothekerkammer hat ein Merkblatt herausgebracht das die Apotheker als aber auch Ärzte über Cannabis als Medizin informiert. Es hilft sicherlich sich dieses Merkblatt: Verordnung von Arzneimitteln mit Cannabisblüten, -extrakt und Cannabinoiden – Information für verschreibende Ärzte/innen. In diesem Merkblatt könnt ihr auch über die verschiedenen Medikamentennamen mehr erfahren. Eine Vorbereitung vor dem Arztbesuch ist sicherlich zu empfehlen.

 

5. Tip 5 Cannabis vom Arzt: Den richten Arzt finden – Naturheilkunde

Mit einer einfachen Google Suche kann man schon schnell einen Überblick bekommen welche Ärzte einer Cannabis Therapie und der Verschreibung von Cannabis ggf. offener gegenüberstehen. Gute Suchbegriffe sind Naturheilverfahren oder Naturheilkunde. Gleichzeitig kann man auch in Apotheken nachfragen ob sie bestimme Ärzte haben die sie empfehlen können.

 

6. Tip 6 Cannabis vom Arzt: Informiert euch in Foren 

In Facebook Gruppen oder in Foren gibt es viele hilfreiche Erfahrungsberichte. Im Handverband Forum zum Beispiel wurden Tips ausgetauscht wie Patienten einen Arzt finden können der einer Cannabis Therapie eher offen gegenübersteht.

 

7. Tip 7 Cannabis vom Arzt: Nimmt es nicht persönlich und ein dickes Fell

Leider gibe es viele Berichte in denen Menschen in Deutschland vergebens um eine anerkannte Therapie mit Cannabis kämpfen. Der Weg zum Cannabis auf Rezept in Deutschland ist sicherlich, trotz der Gesetzeslage, nicht einfach. Leider muss man muss sich darauf einstellen, dass von vielen Ärzten abgewiesen zu werden. Das Gute ist, dass jeder Arzt eine Schweigepflicht hat und deshalb nicht weitersagen das ihr als Cannabis als Medikament interessiert seid. Zweitens, nehmt mögliche Niederschläge nicht persönlich. Viele Ärzte haben auch kaum oder sehr wenig Erfahrung mit Cannabis als Medizin und es bleibt zu hoffen, dass sie die Lage in diesem Bereich in den nächsten Jahren verbessern wird.

 

8. Tip 8 Cannabis vom Arzt: Was ist wenn ich nicht krank bin?

Das Gesetz welches im März 2017 erlassen wurde, führt keine einzelne konkrete Krankheiten auf. Sicherlich weißt du nun, dass nur Patienten mit schweren chronischen Schmerzen eine Aussicht auf Cannabis als Medikament haben.

Wer also nur mit einer Grippe oder einem Schnupfen in die Arztpraxis kommt und gerne Cannabis haben möchte, der wird sicherlich ohne ein solches Rezept die Arztpraxis wieder verlassen. Schließlich muss der Arzt, auch wenn er jetzt einen deutlich größeren Spielraum hat, das Rezept für das Cannabis auch irgendwie begründen können. Und eine Erkältung reicht hier nicht aus. Wir haben hier einige Krankheiten aufgezählt für die ggf. Cannabis verschrieben wird:

  • bei chronischen Schmerzen oder akut sehr starken Schmerzen
  • bei Multipler Sklerose
  • bei Spastiken
  • bei ADHS
  • bei Epilepsie
  • beim Tourette-Syndrom
  • bei Depressionen
  • bei Krebserkrankungen und somit auch zur Linderung der Symptome bei Chemotherapien
  • bei Alzheimer
  • bei Aids
  • bei Migräne

Cannabis ist kein Wundermittel und hilft nicht allen Patienten! Insbesondere Patienten mit einem hohen Risiko für Psychosen oder Vorerkrankungen am Herzen müssen beim Konsum von Cannabis Vorsicht walten lassen. Immer ist eine ärztlich begleitete, gezielt durchgeführte Anwendung von Cannabis notwendig. Auf Grund der jahrzehntelang blockierten Forschung und des fehlenden staatlichen Interesses an einer verstärkten Anwendung erfahren viele Patienten aber oft erst durch eigene Experimente, dass Cannabis ihnen hilft.

Dennoch, sei froh wenn du keine Krankheit hast für die du Cannabis als verschreibungspflichtiges Medikament.

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