Grasanbau zu hause: Tipps für die Einrichtung des Growrooms

Grasanbau: Growraum Design und Einrichtung

Worauf muss ich achten, wenn ich anfange Gras anzubauen und wie funktioniert die Einrichtung des Growrooms. Diese und andere Fragen zum Anbau von Hanf werden im Folgenden beantwortet. So ist die Wahl und Einrichtung des Growrooms sehr wichtig für erfolgreichen Grasanbau zu hause. Wir sehen uns hier die wichtigsten Punkte, an um einen reibungslosen Start in den Grasanbau zu ermöglichen. Diese Anleitung ist vereinfacht. Das Ziel ist es, einem Neuling gute Anbau-Resultate zu ermöglichen, ohne dass er sich zu sehr mit dem Thema Anbau beschäftigen muss.

 

Welche Vorbereitungen muss ich treffen, bevor ich den Anbauraum einrichte?

Bei der Wahl des Platzes sind nahezu keine Grenzen gesetzt, alles ist schon ausprobiert worden, vom Kellerabteil über die Garage bis hin zum Estrich oder auch Kleiderschränke, PC Gehäuse, Schuhschränke, Aquarien… Die Liste ließe sich lange fortführen. Dennoch, muss man an die Bedürfnisse der Pflanzen denken, die Licht, Wasser und Luft brauchen. Der Raum muss also einen ausreichend starken Stromanschluss haben, ebenso Fenster zur Frischluftversorgung und einen Wasseranschluss in der Nähe.

Grow Tipp: Zeichne eine maßstabsgetreue Skizze des Raumes. Zeichne ein wo Lüfter, Ventilatoren und Lampen stehen werden. Vergiss nicht, dass du als Gärtner auch Zutritt zu den Pflanzen haben musst, um das Wachstum und gegebenenfalls Schädlinge und Krankheiten zu begutachten. Plane dafür genug Platz ein.

Reinigung

Sauberkeit ist das A und O wenn man Zuhause anbauen möchte. Ein dreckiges Umfeld öffnet Schädlingen und Krankheiten Tür und Tor. Der Aufwand diese dann wieder los zu werden ist sehr groß. Also heißt es staubsaugen, die Wände abschrubben und mit einer nicht zu aggressiven Desinfektionslösung behandeln. Es ist empfehlenswert Teppiche oder ähnliches zu entfernen, da sich die Zwischenräume für alle möglichen ungebetenen Gäste als Unterschlupf anbieten.

Die Böden

Achte bei der Planung des Raums auch darauf, dass er stabil und leicht zu reinigen ist. Wie bereits erwähnt, sollten alle Teppiche entfernt werden. Die Töpfe können in spezielle Wannen gestellt werden, die alles Wasser auffangen, das potentiell ausläuft. Vergiss nie, der #1 Grund für einen Besuch der Polizei sind Wasserschäden, die durch andere Bewohner gemeldet werden.

Reflektion und Lichtausbeute

Durch den geschickten Einsatz von reflektierenden Materialien und Folien lässt sich die Lichtausbeute und damit auch der Ertrag verbessern. Schauen wir uns doch die gängigsten Möglichkeiten dazu kurz an:

  • Weiße Reflektionsfolien – Glücklicherweise ist die günstige Reflektionsfolie, die man im Growshop bekommt, auch mit das beste, was man benutzen kann. Laut Jorge Cervantes reflektiert sie gute 92% des Lichts. Sie wird einfach an allen Wänden mit einem Tacker festgemacht. Wird sie richtig befestigt, kann man sie auch einfach reinigen. Oft ist die Hinterseite der Folie schwarz, was dem Entstehen von Schimmel entgegenwirkt und auch das auffinden von möglichen Löchern vereinfacht.
  • Weisse Farbe – Matte weisse Farbe lässt sich mit einem Reflektionsgrad von 85% auch gut einsetzen. Bei richtigem Einsatz auf Wänden kann auch die Bildung von sogenannten „Hotspots“ verhindert werden, bei denen zu viel Licht auf einem Punkt konzentriert wird.
  • Notfalldecken – Die Notfalldecken, eine Seite goldbeschichtet, eine Aluminium. Sie reflektieren etwa 70% des Lichts und sind, wie der Name schon andeutet, im Notfall durchaus hilfreich. Dadurch dass sie stark gefaltet werden, ist die Gefahr von Hotspots allerdings sehr akut.
  • Aluminiumfolie – Man hört und sieht es immer wieder und selbst erfahrene Grower wissen es scheinbar nicht besser… Alufolie als Reflektor. Sie reflektiert gerade mal 55% des Lichts und verursacht durch die Hotspots Verbrennungen an den Pflanzen. Zusammen mit der Elektrik und dem Wasser im Anbauraum besteht tatsächlich sogar eine ernsthafte Gefahr. Bitte, wenn ihr Zuhause anbauen wollt, benutzt keine Alufolie.

Streulicht

Beim Grasanbau ist es sehr wichtig, dass die Pflanzen während der Dunkelphase auch wirklich absolute Dunkelheit genießen. Bereits kleinste Lichteinlässe, wie ein Lüftungsloch, können die Wahrscheinlichkeit des Zwitterns stark erhöhen. Eine gute Möglichkeit zu prüfen, ob der Raum dicht ist, ist es sich darin einzuschliessen und zu sehen, ob man irgendwelche Lichteinlässe sieht. Sollte man allenfalls noch Lecks finden, lassen sich diese mit Reflektionstape abkleben.

Luftzirkulation

Oft wird beim Zuhause anbauen die Luftversorgung vernachlässigt. Während des Tages (oder wenn das Licht eingeschaltet ist) benutzen die Pflanzen das CO2 in der Luft um Photosynthese zu betreiben. Während der Dunkelphase benötigen sie Sauerstoff um fleißig wachsen zu können. Ein weiterer Punkt ist die Filterung der Abluft durch industrielle Aktivkohlefilter. Die Luft wird dabei durch den Filter im Anbauraum angesogen und ins Freie geleitet. Die Filter können dabei im Growshop deiner Wahl gekauft werden und sollte regelmässig ausgetauscht werden. Das einfache Überdecken der Gerüche durch Lufterfrischer oder auch ähnliche Spielereinen ist dabei nicht zu empfehlen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Die Temperatur und Feuchtigkeit im ist beim Grasanbau zuhause ein wichtiger Punkt um den Stresslevel der Pflanzen niedrig zu halten. Durch ein einfaches Baumarkt Hygro- Thermometer kann dies überprüft und mit der Zu- und Abluft kontrolliert werden. Zuviel Feuchtigkeit erhöht das Schimmelrisiko und zu wenig bringt dir garantiert Spinnmilben in den Anbauraum.

Schritt für Schritt – Eine Zusammenfassung

  1. Einen passenden Raum auswählen. Ein ungenutztes Gästezimmer, ein Keller oder gar eine fertige Growbox. Mit gewissenhafter Planung lassen sich viele Probleme vermeiden.
  2. Alles ausräumen. Der Anbauraum muss gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Es ist viel einfacher gründlich zu putzen als später mit Mehltau zu kämpfen.
  3. Den Raum abdichten. Sowohl Streulicht als auch ungewollte Öffnungen durch die Luft ein und austreten kann bergen Risiken die sich vermeiden lassen. Unterschätze auch nie neugierige Nachbarn. Den Sichtschutz also auch gut festmachen.
  4. Kleide das Innenleben des Anbauraums mit reflektierendem Material aus. Mehr Ertrag und ein einfacheres Reinigen machen die Dinge beim Anbau zuhause einfacher und lohnenswerter.
  5. Installation der Lüftung. Passender Filter gefunden? Ist der Lüfter stark genug? Die Luft im Raum sollte pro Stunde 5 mal komplett ersetzt werden. Mehr ist eindeutig besser.
  6. Hat der Anbauraum einen Wasseranschluss? Einen Behälter mit Nährlösung zu füllen und daraus zu gießen ist eine gute Möglichkeit, Zeit zu sparen. Die fertige Lösung sollte allerdings nicht zu lange stehen, bis sie benutzt wird.
  7. Es werde Licht. Hänge die Lampen auf und installiere das Vorschaltgerät. Denke daran das VSG nicht auf den Boden zu stellen um Unfälle mit Wasser zu vermeiden. Je nachdem, welches Licht du für den Grasanbau benutzt muss der Abstand zwischen Pflanzen und Lampe reguliert werden. Denke auch an eine Zeitschaltuhr die genug stark gesichert ist. Für die Wachstumsperiode 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit. Während der Blühte umstellen auf 12/12.
  8. Messgeräte. Die vielen erhältlichen Messgeräte wie Ph-, Thermo-, Lux-, EC- und Hygrometer vereinfachen die Fehlersuche und sind hilfreich dabei, das Resultat zu verbessern. Dennoch ist der Preis dieser Geräte oft abschreckend und sie sind auch nicht zwingend notwendig.
  9. Am Anfang empfiehlt sich der Einsatz von Erde. Die Hydro- oder gar Aeroponik sollte man erst einsetzen, wenn man ein wenig geübter ist. Bei der Erde sollte auch keinen Fall gegeizt werden. Gute Erde aus dem Baumarkt oder gar vom Growshop machen am wenigsten Probleme. Mit eigener Erde aus dem Garten sollte man vorsichtig sein, sie enthält oft noch Eier und Larven von Ungeziefer.
  10. Pflanzen einsetzen. Nun kann man seine Sämlinge oder Stecklinge einsetzen. Die für den Grasanbau optimierten Sorten vertragen anfangs keinen Dünger und auch keine zu stark vorgedüngte Erde. Die Erde feucht aber nicht nass halten. Je nach Sorte kann man sich in 12-18 Wochen auf die Ernte freuen.
  11. Wenn ihr etwas aus dieser Anleitung lernt, dann sollte das Geduld sein. Viele neue Gärtner machen den Fehler, sich viel zu sehr einzuhängen. Die klassischen Folgen davon sind Überdüngung und Stress. Hanf ist eine sehr robuste Pflanze. Lass ihr einfach Zeit, sich zu entwickeln und sie wird es dir danken.

Wenn du sicherstellst, dass das Design deines Anbauraumes von Anfang an durchdacht ist, lassen sich sehr viele Probleme vermeiden und das Maximum aus deinen Pflanzen rausholen. Viel Spaß und Erfolg beim Anbau!

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